______Why am I here? Gratis bloggen bei
myblog.de

Scherben im Nichts

Die Flügel beginnen sich zu spreizen, versprechen mich in den Himmel zu tragen, zu den Sternen, leuchtende Gedanken, strahlende Träume.

Doch sie sprengen meine Welt, lassen einen Haufen Scherben zurück, nehmen mir jegliche Sicherheit des Bekannten, rauben mir die Geborgenheit der Isolation.

Schutzlos hänge ich in der Luft, klammer mich an die Scherben um den unweigerlich folgenden Absturz in die Tiefe aufzuschieben, doch sie sind scharf, schneiden tief in zarte Hülle, die im vermeintlichen, verräterischen Schutz dieser eigenen Welt gefährlich dünn wurde, zerfetzen sie.

Keine Zeit, keine Kraft für Heilung - Schmerz, Angst, Sehnsucht nehmen den Atem, ziehen tief.

Seid ihr stark genug, meine Flügel, mich zu tragen? Könnt ihr mich halten, auch ohne meine Welt, die ihr so unerbittlich zerstört habt, ohne die Wurzeln, die ihr mir genommen habt, zerschnitten, zerrissen, zerstört meine Geborgenheit, meine Sicherheit, mein Raum der Ruhe? Könnt ihr das?

Reicht eure Kraft um mich wenigstens auf den Boden zu bringen ohne einen allzu harten Aufprall, der mich vernichtet? Ich muss nicht zu den Sternen, die durch die sichere Scheibe meiner Welt so schön geleuchtet haben, sie sind unerreichbarer denn je, so unendlich weit weg und mit jedem Herzschlag entschwinden sie weiter ins Nichts. Nur wieder Halt finden, wissen wo ich bin, was ich bin, wer ich bin.

Doch wohin, wenn weder Boden noch in Sterne in Sicht sind?

23.5.08 17:24
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen

One

Page
Page
Page

Two

Page
Page
Page

Three

Page
Page
Page

Four

Page
Page
Page

Credits

Designer
Pic