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Der Ernst des Lebens holt einen schnell genug wieder ein. Man muss die Momente genießen, in denen man ein trauriges Lied anhören kann ohne zu weinen, an die Zukunft denken kann ohne Angst zu haben, in denen man atmen kann ohne einen Druck auf der Brust zu spüren, in denen man einfach lebt ohne darüber nachzudenken, was als nächstes kommt. In denen man etwas fühlt, ein wohliges Gefühl im Bauch, dass manchmal fast weh tut, aber einfach da ist ohne einen zu stören.

Ich glaube es wird besser, ich kann wieder fühlen, spüren wie schön das Leben eigentlich ist. Alles entspannt sich. Der Druck lässt nach, gibt mich wieder frei. Dieser seltsame Schleier, der seit Anfang der Ferien über mir liegt, scheint sich wieder zu lüften. Es tut nichts mehr weh, obwohl jeder Kontakt schmerzt.

8.7.08 00:46


Dust in the Wind

all we are is dust in the wind... auch unsere Gedanken und Gefühle. Es geht immer weiter, unaufhaltsam, kein Moment hält an, es geschieht etwas, ein Anruf, ein Lied, ein Gedanke und alles ändert sich, nichts ist für die Ewigkeit. Man kann die Zeit nicht aufhalten, sie dreht sich weiter, unbeeindruckt von den Menschen, die sie so gerne anhalten wollen... und gleichzeitig wünschen diese Zeit würde endlich zu Ende gehen und sie wieder ins Leben entlassen. Was ist das für ein Leben, ohne Menschen, ohne Gefühle, ohne Liebe, in dem einen jeder Gedanke, jeder Kontakt, ein Lied ein Blick aus der Bahn wirft, die Windmühle in Gang setzt – Gedanken, Gefühle, die einen erdrücken, langsam ersticken, so hilflos

Der Wunsch, die Sehnsucht nach Menschen zerreißt mich fast, und doch ist es das Unmöglichste bei Menschen, unter Menschen zu sein. Diese Freudlosigkeit, die Blicke, die Sorge, ständig bemüht normal zu wirken, zu sein, der ständige Kampf um Nähe, die Fassung zu bewahren, niemanden zu nahe heran lassen, niemandem die Wahrheit zu zeigen. Nicht weinen, sie wollen es wissen, ich bin stumm.

8.7.08 00:43


Im Auge

Ein Orkan. Er tobt, reißt einen mit, kein Boden mehr. Keine Chance. Er ist riesig, stark. Man fällt, wird zu Boden gestoßen, verliert die Realität wieder, weiß nicht, wo oben, unten ist. Man schwebt. Kein Schmerz. Kein Halt. Alles scheint erreichbar, nichts ist greifbar. Wieder ein Stoß zu Boden. Schmerz. Doch kein Halt. Es gibt keinen Boden

Stille.

Boden

Realität

Ruhe

Schmerzen, dumpf. Eine Erinnerung.

Man liegt. Aufraffen. Stehen

auf dem Boden

Erschöpfung. Neue Kraft

Schwindlig, unsicher, aufrecht.

24.5.08 11:49


Scherben im Nichts

Die Flügel beginnen sich zu spreizen, versprechen mich in den Himmel zu tragen, zu den Sternen, leuchtende Gedanken, strahlende Träume.

Doch sie sprengen meine Welt, lassen einen Haufen Scherben zurück, nehmen mir jegliche Sicherheit des Bekannten, rauben mir die Geborgenheit der Isolation.

Schutzlos hänge ich in der Luft, klammer mich an die Scherben um den unweigerlich folgenden Absturz in die Tiefe aufzuschieben, doch sie sind scharf, schneiden tief in zarte Hülle, die im vermeintlichen, verräterischen Schutz dieser eigenen Welt gefährlich dünn wurde, zerfetzen sie.

Keine Zeit, keine Kraft für Heilung - Schmerz, Angst, Sehnsucht nehmen den Atem, ziehen tief.

Seid ihr stark genug, meine Flügel, mich zu tragen? Könnt ihr mich halten, auch ohne meine Welt, die ihr so unerbittlich zerstört habt, ohne die Wurzeln, die ihr mir genommen habt, zerschnitten, zerrissen, zerstört meine Geborgenheit, meine Sicherheit, mein Raum der Ruhe? Könnt ihr das?

Reicht eure Kraft um mich wenigstens auf den Boden zu bringen ohne einen allzu harten Aufprall, der mich vernichtet? Ich muss nicht zu den Sternen, die durch die sichere Scheibe meiner Welt so schön geleuchtet haben, sie sind unerreichbarer denn je, so unendlich weit weg und mit jedem Herzschlag entschwinden sie weiter ins Nichts. Nur wieder Halt finden, wissen wo ich bin, was ich bin, wer ich bin.

Doch wohin, wenn weder Boden noch in Sterne in Sicht sind?

23.5.08 17:24



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